Aktuelles


Zulassung der Säuerung 2018

Rheinland-Pfalz läßt die Säuerung für den Jahrgang 2018 zu. Die Säuerung ist ein bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz meldepflichtiges önologisches Verfahren. Spätestens am 2. Tag nach Abschluss der ersten Maßnahme ist die Säuerung zu melden. Die Meldung kann auch vorab pauschal für alle Säuerungen erfolgen.
Der Säuerungsumfang im Most und Jungwein darf maximal 1,5 g/l und im Wein weitere 2,5 g/l betragen.


Aktuelle Situation der Nährwertkennzeichnung

Bei aus eigenem Lesegut hergestelltem Traubensaft, der nur an Endverbraucher oder den lokalen Einzelhandel abgegeben wird, ist keine Nährwertkennzeichnung erforderlich. Bei Zukauf von Trauben, Abgabe an den Großhandel oder an Einzelhändler außerhalb eines Umkreises von etwa 100 km muss die Kennzeichnung allerdings erfolgen.
Weitere Details zur Kennzeichnungspflicht sind dem Merkblatt "Information zur Herstellung und Kennzeichnung von Traubensaft" des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz - Institut für Lebensmittelchemie Koblenz (Stand: Januar 2017) zu entnehmen.
Allgemeine Feststellung:
Generell sind die angegebenen Zahlen der Nährwertdeklaration Durchschnittswerte. Sie können je nach Fall beruhen auf:
a) der Lebensmittelanalyse des Herstellers,
b) einer Berechnung auf der Grundlage der bekannten oder tatsächlichen durchschnittlichen Werte der verwendeten Zutaten oder
c) einer Berechnung auf der Grundlage von allgemein nachgewiesenen und akzeptierten Daten.
Laut Leitfaden der EU zur Nährwertkennzeichnung gelten folgende Mengen als vernachlässigbar:
- Fett: < 0,5 g/100 ml
- davon gesättigte Fettsäuren: < 0,1 g/100 ml
- Eiweiß: < 0,5 g/100 ml
- Salz: < 0,0125 g/100 ml
Laut Institut für Lebensmittelchemie Koblenz (Stand: Januar 2017) können in Traubensaft die Mengen an Fett, Eiweiß und Salz gegebenenfalls als geringfügige Menge angegeben werden.
Ermittlung der Nährwertangaben:
Zur Berechnung der Kohlenhydrate in Traubensaft ist eine Analyse des Zuckergehaltes erforderlich.
Die Angabe der Kohlenhydrate erfolgt gerundet ohne Nachkommastelle, z.B. Kohlenhydrate 16 g/100 ml, davon Zucker 16 g/100 ml. Bei weniger als 10 g/100 ml erfolgt die Angabe mit einer Nachkommastelle, z.B. Kohlenhydrate 8,8 g/100 ml, davon Zucker 8,8 g/100 ml.
Zur Berechnung des Energiewertes im Traubensaft ist eine Analyse des Zuckergehaltes sowie der Gesamtsäure erforderlich. Hierbei wird mit folgenden Umrechnungsfaktoren gerechnet:
Eiweiß, Fett, Ballaststoffe und mehrwertige Alkohole sind im Traubensaft üblicherweise vernachlässigbar.
Die Angabe des Brennwertes erfolgt ohne Rundung und ohne Nachkommastelle.


Zulassung der Säuerung 2016

Rheinland-Pfalz läßt die Säuerung für den Jahrgang 2016 zu. Die Säuerung ist ein bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz meldepflichtiges önologisches Verfahren. Spätestens am 2. Tag nach Abschluss der ersten Maßnahme ist die Säuerung zu melden. Die Meldung kann auch vorab pauschal für alle Säuerungen erfolgen.
Der Säuerungsumfang im Most und Jungwein darf maximal 1,5 g/l und im Wein weitere 2,5 g/l betragen.


Ausnahmeregelung für Höchstwerte der gesamten schwefligen Säure für Weine des Jahrgangs 2014 endlich umgesetzt

Für Landweine, Qualitätsweine und Weine mit dem Prädikat Kabinett aus den Weinbaugebieten der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz ist der maximal zulässige Gehalt an Gesamt-SO2 angehoben worden. Im Einzelnen bedeutet dies folgendes:

Rotwein < 5 g/l Restzucker:               200 mg/l
Weißwein < 5 g/l Restzucker:             250 mg/l

Rotwein ≥ 5 g/l Restzucker:               250 mg/l
Weißwein ≥ 5 g/l Restzucker:             300 mg/l

Achtung: Alle übrigen Grenzwerte (Spätlese/Auslese, usw.) bleiben unverändert gültig!


Neuregelungen im Weinrecht für Rheinland-Pfalz

Die Angabe einer Einzellage in der Etikettierung ist ab dem Jahrgang 2014 nur noch dann zulässig, wenn mindestens das für Kabinettweine vorgeschriebene Mindestmostgewicht erreicht wurde.


Die Verwendung der Begriffe "Steillage" bzw. "Steillagenwein" und "Terrassenlage" bzw. "Terrassenlagenwein" ist zukünftig nur noch zulässig, wenn zusätzlich zu den bisher bestehenden weinrechtlichen Bestimmungen

Ausnahmeregelung für Höchstwerte der gesamten schwefligen Säure für Weine des Jahrgangs 2013 aus dem Anbaugebiet Mosel

Auf Antrag des Weinbauverbandes ist der maximal zulässige Gehalt an Gesamt-SO2 im Anbaugebiet Mosel für Landweine, Qualitätsweine und Weine mit dem Prädikat Kabinett des Jahrgangs 2013 angehoben worden. Im Einzelnen bedeutet dies folgendes:

Rotwein < 5 g/l Restzucker:               200 mg/l
Weißwein < 5 g/l Restzucker:             250 mg/l

Rotwein ≥ 5 g/l Restzucker:               250 mg/l
Weißwein ≥ 5 g/l Restzucker:             300 mg/l

Achtung: Alle übrigen Grenzwerte (Spätlese/Auslese, usw.) bleiben unverändert gültig!